Papierschöpfen

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Es ist ein besonderes Gefühl auf Papier zu zeichnen, das du selbst hergestellt hast!

Warme Sommertage laden dazu ein, kreative Handarbeiten im Freien zu genießen. Und vor allem bei Arbeiten bei denen es sehr nass zugeht, ist es praktisch unjd angenehmer draußen bei warmen Wetter zu werkeln.

Beim Papierschöpfen erlebst du die Magie der Transformation: Aus zerriebenem, altem Papier entsteht neues, lebendiges Material.
Dieser Kreislauf von Werden und Vergehen fördert das Verständnis für natürliche Prozesse und verbindet Handarbeit, Sinneserfahrung und Kreativität zu einem ganzheitlichen Erlebnis, das Körper, Geist und Seele anspricht.

Die kreative Gestaltung kennt dabei keine Grenzen: Blütenblätter, Gras oder Samen können in die Pulpe eingearbeitet werden. Durch das Einfärben mit natürlichen oder synthetischen Farbstoffen entstehen wundervolle Farbvariationen, und unterschiedliche Siebe und Werkzeuge zaubern faszinierende Texturen und Strukturen.

Papierschöpfen ist ein tiefes, sinnliches Erlebnis, das die Wertschätzung für das Schöne im Einfachen stärkt.

Material:

  • altes Papier (Zeitungen, Zeitschriften, Kartons, etc.)
  • Wasser
  • große Schüssel oder Wanne
  • Mixer
  • Schöpfsieb oder eine selbstgemachte Schöpfform (z. B. ein Bilderrahmen mit einem Netz)
  • Tuch oder Schwamm
  • Abtropfbrett oder Filz und Haushaltstücher

Schritte:

  1. Papier vorbereiten:
    • Reiß das alte Papier in kleine Stücke. Je kleiner die Stücke, desto besser wird die Papiermasse
  2. Papier einweichen:
    • Lege die Papierstücke in eine große Schüssel oder Wanne und bedecke sie mit Wasser. Lass das Papier mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, einweichen.
  3. Papiermasse herstellen:
    • Gib das eingeweichte Papier samt Wasser in den Mixer. Mixe die Mischung, bis eine gleichmäßige, breiige Masse entsteht. Die Konsistenz sollte etwa wie eine dicke Milch sein.
  4. Schöpfen:
    • Fülle Wasser in eine große Schüssel und tauche das Schöpfsieb oder die Schöpfform (Bilderrahmen mit Netz) in die Schüssel.
    • Gieße die Papiermasse auf das Sieb und schwenke es leicht, damit sich die Masse gleichmäßig verteilt.
  5. Papier abtropfen lassen:
    • Heben das Sieb vorsichtig aus dem Wasser und lasse die überschüssige Flüssigkeit abtropfen. Du kannst auch ein Tuch oder einen Schwamm verwenden, um die Feuchtigkeit sanft abzutupfen.
  6. Papier trocknen lassen:
    • Lege das nasse Papier auf ein Abtropfbrett oder auf ein Haushaltstuch und eine Filzunterlage, um es trocknen zu lassen. Dies kann einige Stunden bis zu einem Tag dauern, je nach Dicke des Papiers und der Umgebungstemperatur.
  7. Papier entfernen:
    • Sobald das Papier vollständig getrocknet ist, kannst du es vorsichtig vom Tuch abnehmen.

Jetzt hast du dein eigenes handgemachtes Papier! Du kannst es nach Belieben gestalten, einfärben oder bemalen. Viel Spaß beim Papierschöpfen!

Hast du Spaß am Papierschöpfen, lohnt es sich die Papierrohmasse mit einem speziellen Leim anzurühren. Diesen Leim erhältst du im Fachhandel. Wenn ich Papier für ein neues Artjournal herstelle, in dem ich auch mit Tusche arbeiten möchte, dann füge ich immer etwas Leim zu, damit die Tinte oder Tusche später nicht verläuft.

Papierleimen ist eine nützliche Technik, die dem Papier zusätzliche Stabilität und Haltbarkeit verleiht. Durch das Auftragen von Leim wird das Papier widerstandsfähiger gegen Risse und Abnutzung, was seine Lebensdauer verlängert. Zudem sorgt Leim für eine glattere Oberfläche, die besonders bei Kunstprojekten oder beim Schreiben von Vorteil ist. Ein leimiertes Papier ist besser gegen Feuchtigkeit geschützt und kann auch besser mit anderen Materialien verklebt werden. Insgesamt verbessert das Leimen die Qualität und Funktionalität des Papiers für verschiedene Anwendungen.

 

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